Biergartentreffen 16.06.2021

Endlich war es wieder so weit, es konnte ein Treffen für die Mitglieder unserer Landesgruppe stattfinden. Allerdings nur in der Außen-Gastronomie. Wir haben uns deshalb am 16.06.2021 zum zweiten Mal in Hamburgs größter Außengaststätte (Sierichs Biergarten) getroffen.
Unser Kollege, Uwe Johannsen, hat dort einen kurzen Vortrag über die Geschichte und den Niedergang der Elbschloss-Brauerei gehalten.
Die Brauerei wurde 1882 in einem ehemaligen Park direkt an der Elbe gebaut. Der Standort gehörte damals noch nicht zu Hamburg, erst 1937 wurde der Ort in Hamburg eingemeindet. Die in der Nachbarschaft befindliche Exportbrauerei „Teufelsbrücke AG“ wurde 1918 übernommen. Im 2. Weltkrieg wurde die Brauerei trotz mehrerer Produktionsunterbrechungen weitgehend verschont. In den 50-ziger Jahren konnten dann größere Modernisierungen vorgenommen werden. Danach ging es ständig bergauf, auch die dazugehörige Mälzerei gewann mehr und mehr an Bedeutung. Anfang der 80-ziger Jahre wurde die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft vorgenommen. Zehn Jahre später erfolgte die Eingliederung in den Konzern „Brau-und Brunnen“. Nur wenige Jahre danach wurde die Elbschloss-Brauerei in die Bavaria und St. Pauli Brauerei eingegliedert, die damals ebenfalls zu dem Konzern „Brau-und Brunnen“ gehörte. 1997 wurde dann das Brauen in der Hamburger Traditions-Brauerei eingestellt. Die Maschinen und Anlagen (einschließlich der Gär-und Lagertanks) wurden nach Rumänien verkauft. Die Gebäude wurden abgerissen und es entstanden Wohnungen sowie eine Senioren-Wohnanlage der gehobenen Klasse. Die zur Brauerei gehörende Mälzerei stand unter Denkmalschutz und wurde aufwendig umgebaut und renoviert. In dem Gebäude befindet sich heute der Firmensitz eines großen Schifffahrts-Unternehmens. Die bekanntesten Biermarken der Elbschloss-Brauerei waren „Elbschloss-Pils“ und „Ratsherrn-Pils“
Die Traditionsmarke „Ratsherrn“ hat in Hamburg wieder an Bedeutung durch die im Jahr 2012 eröffnete Ratsherren-Brauerei gewonnen.
Wir bedanken uns herzlich bei unserem Kollegen, Uwe Johannsen, für die interessanten Ausführungen.
Werner Ellinger