Landesgruppe NRW in den Westfalenhallen

Frühjahrstagung der Landesgruppe NRW am 11.04.2019

Am Donnerstag, den 11.04.2019 trafen sich 40 Mitglieder der Landesgruppe NRW zu ihrer traditionellen Frühjahrstagung in den Westfalenhallen Dortmund. Dort begrüßten uns die Veranstaltungsmanager Frank Pranskuweit und Jürgen Regenitter, welche uns auch bei der Ausrichtung des Braumeistertages 2020 in Dortmund unterstützen werden, zu einer Besichtigung der Messehallen und der berühmten Westfalenhalle. Während des interessanten Rundgangs gaben sie uns Einblicke in den Betrieb der Veranstaltungshalle und einen Überblick über die Geschichte der Messehallen.

Am 1. April 1925 begannen die Vorbereitung für den Neubau durch den Architekten Hans Strobel. Viele tausende Erwerbslose wurden dem Bau zugeteilt und nach nur 6 Monaten Bauzeit am 28. November 1925 die halle eröffnet. Sie bestand aus einer Holzkonstruktion und hatte eine Kapazität von 15.000 Besuchern. Zunächst  lag der Schwerpunkt Sport: Rad- und Reitsport. 1927 wurde Max Schmeling Europameister im Boxen. Ab 1932 hält Hitler mehrere Reden im Zuge seines Wahlkampfs.

1939 beschlagnahmt die Wehrmacht das Gelände und richtet in der Halle ein Gefangenenlager ein. Die Kriegsgefangenen dienten der ortsansässigen Industrie als billige Arbeitskräfte. 1944 wird die Halle wird im Mai durch einen Bombenangriff total zerstört. Viele Häftlinge sterben dabei. 1945 wenige Tage vor Kriegsende wird der Goldsaal durch Brandstiftung zerstört; auch ein großer Teil der Rosenterrassen fällt dieser Brandstiftung zum Opfer.1952 wird die inzwischen neu erbaute große Westfalenhalle durch Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet. Es ist eine Betonkonstruktion mit frei schwebendem Dach, so dass im Innenraum keine Sichtbehinderung entsteht. Kapazität: 14.000 Plätze. 1955 Eröffnung der Messehalle 2. 1959 Eröffnung des Hotels / Gästehaus WH mit 109 Zimmern pünktlich zur Bundesgartenschau, Eröffnung der Hallen 3, 4, 5, so dass insgesamt 20.000 qm Hallenfläche zur Verfügung stehen.1962 beschließt der Bundestag des DFB im Goldsaal die Einführung der Fußball-Bundesliga. 1967 folgt das erste Rockkonzert  in der Halle 1 mit den Rolling Stones.1968 kommt das U auf das Dach. 1991 Boris Becker kommt als Weltranglisten Erster zum Davis Cup und Deutschland schlägt Italien 3:2. 2002 findet während der WM in Südkorea und Japan in der Halle das erste "Public Viewing" statt. 2009 wird das letzte 6-Tage-Rennen in der Halle 1 gestartet. 2016 wird das komplette Kongresszentrum modernisiert. Im März 2019 wurde der Eingang Nord eröffnet, der mit einem Umbau bei laufendem Betrieb realisiert wurde und 35 Millionen kostete und heute die Visitenkarte der Westfalenhallen an der B1 geworden ist.

Nach dem interessanten Rundgang hatte die Landesgruppe NRW im Restaurant Rosenterassen zu einem gemeinsamen Essen mit Meinungsaustausch eingeladen.

Gregor Schneider