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27. November 2025 Ralph Barnstein Niedersachsen
v.l. Das neue Ehrenmitglied Jörg Balthasar und Christoph Benseler
Neues Ehrenmitglied Jörg Balthasar
Die letzte Fachveranstaltung des laufenden Jahres fand am 27. November 2025 im Brauhaus Goslar auf Einladung unseres Mitglieds Odin Paul statt. Im weihnachtlichen Umfeld - der Weihnachtsmarkt befindet sich direkt vor dem Braugasthaus - trafen sich viele DBMB-Mitglieder und Gäste in der kleinen Brauerei mit Gasthaus in der Altstadt von Goslar.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Christoph Benseler wurde Jörg Balthasar zum Ehrenmitglied der Landesgruppe Niedersachsen ernannt. Die anwesenden Mitglieder würdigten seine Verdienste als 1. Vorsitzender der Landesgruppe mit großem Applaus bei der Übergabe der Urkunde. In den zurückliegenden 16 Jahren wurde eine neue Satzung erarbeitet und im Jahr 2015 in Kraft gesetzt, viele Fachveranstaltungen durchgeführt, ein Harz-Wochenende zusammen mit den Kollegen aus Kurpfalz organisiert und schließlich im September 2024 die Fachexkursion nach Sachsen-Anhalt durchgeführt. Auch die unermüdliche Werbung von DBMB-Mitgliedern, die interne Organisation im Vorstand und Beirat sowie die Aktivitäten auf Bundesebene wurde von Jörg Balthasar mit viel Engagement durchgeführt!
Ein Abend im Braugasthaus, welches die Tradition der „Gose“ fortführt, muss auch mit historischen Informationen zu dieser Bierspezialität ergänzt werden. Die Bezeichnung „Gose“ erhielt sie vom Flüsschen, an welchem die Kaiserstadt Goslar liegt. Früher durch ”Spontan-Gärung” hergestellt, passierte es wohl öfters, dass Essig entstand, weil sich die Hefen in der Gärung nicht durchsetzen. Es wurde dann eben Essig anstelle von Bier verkauft… So ging das Gose-Brauen im Laufe der Zeit immer weiter zurück und kam um 1840 ganz zum Erliegen! Knapp 100 Jahre später um das Jahr 1935, wurde die Gose für kurze Zeit von der Brauerei Fritz Natermann in Goslar gebraut, wohl aber ohne wirtschaftlichen Erfolg. Erst 1993 nahm Braumeister Andreas Wagenführer in Goslar-Oker, nun mit moderner Technik und Reinzuchthefe, die Produktion des Gose-Bieres wieder auf. Diese Tradition führt Odin Paul seit April 2004 im Brauhaus Goslar fort und stellt seitdem zwei Sorten des „Harzer Urbiers“ her: Die Gose Hell, eine obergärige, naturtrübe Weizenbierspezialität mit goldener Farbe wird mit Pilsener-, Weizen- und Münchener-Malz gebraut. Gehopft wird mit Hallertauer Perle und Saphir plus eine Zugabe von Salz und Koriander direkt in die Würzepfanne. Die Gose Dunkel wird mit einer anderen Malzschüttung hergestellt, Karadunkel- und Röstmalz geben ihr einen kräftigen dunkelbraunen Farbton. Beide Biere sind mit Stammwürze 11,5° P eingebraut und mit 25 Bittereinheiten bei ca. 4,8% Vol. Alkohol sehr süffig.
Anschließend wurde ein reichhaltiges Grünkohl-Büfett serviert und natürlich gab es einen lebhaften Austausch mit den Kollegen bei Gose und anderen Bieren der Kollegen aus der Region. Wir danken Odin Paul und den Bierspendern für den gelungenen Abend und den feierlichen Ausklang des Jahres 2025.
Ingo Schaller
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