06.06.26 vormerken! Das Wochenende der Braumeister! Das…
23. Mai 2025 Ralph Barnstein Kurpfalz
Am Freitag den 23.05. machten sich 26 Kollegen, Partner und Gäste gemeinsam und pünktlich um 08:00 Uhr in Sinsheim vom Parkplatz am Freibad auf den Weg nach Süden Richtung Tettnang. Überraschenderweise in einem Bus der Firma Eisemann, nicht verwandt oder verschwägert mit unserem 2. Vorsitzenden Rudi Eisemann, der für einen Großteil der Organisation der Reise verantwortlich war. Vielen Dank Rudi dafür!
Im Bus konnte man schon die ersten mitgebrachten Biere verkosten und unser Busfahrer Werner kümmerte sich liebevoll um die Kühlung und unsere sichere Fahrt.
Erste Station war um 12:00 die EDELWEISSBRAUEREI Oskar Farny e.K. dem Erfinder des Kristall-Weizens in Dürren im Allgäu. Begrüßt wurden wir standesgemäß vom 1. Braumeister und Technischer Betriebsleiter Wolfgang Sigg mit einem Kristall-Weizen und einem Braumeistervesper aus verschiedenen Leberkäsen mit Semmel und weiteren leckeren Bieren.
Die Biere waren ein erster Vorgeschmack auf unser Reiseziel da nur bester Hopfen aus dem Anbaugebiet Tettnang zum Einsatz kommt.
Die 1833 gegründete Brauerei produziert heute etwa 20 Millionen Flaschen Bier im Jahr mit modernst eingerichteten Anlagen. Vor 100 Jahren wurde vom damaligen Farny Braumeister Wilhelm Zeitler das erste Kristallweizen gebraut. Noch heute die stärkste Marke der Brauerei und Farny die größte Weizenbiermarke Baden Württembergs.
Anschließend genossen wir den Rundgang durch die saubere und technisch auf dem neuesten Stand befindlichen Brauerei. Dabei konnten einige von uns Komponenten oder die Ausführungen ihrer Arbeitgeber bewundern. Auch die Destille, in der seit 2015 ausgezeichnete Spirituosen produziert werden, konnten wir besichtigen und anschließend im Sudhaus, das gleichzeitig als Gästeschalander fungiert, verkosten.
Viele von uns wollten den limitierten, 9 Jahre gereiften Falken Single Malt Whisky kaufen, aber der war sehr schnell ausverkauft. Der Alpen-Gin, der Bier-Brand oder das Alpenglühen waren aber leckere Alternativen.
Gegen 17:00 Uhr checkten wir in unseren zentralen Hotels in Tettnang ein und erkundeten anschließend die Stadt und die regionalen Biere.
Da Brauer gesellige Menschen sind trafen wir uns trotz eines guten Angebotes an Lokalen in der 20.000 Einwohner-Stadt doch fast alle zufällig im gleichen Lokal zum Abendessen und ließen den Tag dann noch mit einem regionalen Bier ausklingen.
Nach einem gemütlichen Frühstück trafen sich am Samstag alle zu einer Fahrt mit dem Bus in das nahegelegene Friedrichshafen am Bodensee. Unser erfahrener Busfahrer Werner kannte wieder die besten Parkplätze und so konnten alle zu ihren selbst gewählten Zielen an dem sonnigen Vormittag aufbrechen.
So besuchten einige Kollegen das Zeppelin Museum oder das Dornier Museum, genossen eine Fahrt über den Bodensee. Andere spazierten über die Uferpromenade und genossen die Sonne in den vielen Biergärten und Lokalen oder besorgten für die Daheimgebliebenen Andenken.
Wir begegneten uns immer wieder und konnten uns so perfekt in unterschiedlicher Zusammensetzung austauschen, über berufliche Themen oder die schönsten Ziele am Seeufer.
So verging die Zeit wie im Flug und wir kehrten mit vielen Eindrücken zurück in unsere Unterkünfte um uns auf das Highlight der Studienfahrt vorzubereiten.
Um 16:00 Uhr trafen wir mit dem Bus zur Besichtigung des Hopfengut No 20 mit privatem Hopfenmuseum in Tettnang-Siggenweiler ein.
Das in Siggenweiler bei Tettnang gelegene Hopfengut vereint Hopfenanbau, Brauerei, Museum, Hofladen und Gaststätte in eine selbst für uns Profis lehrreichen Einheit. Hier wird feinster BIOLAND-Aromahopfen für nationale und internationale Brauereien produziert, daraus besondere Bierspezialitäten gebraut und Besucher auf eine spannende Reise durch die Welt des Hopfens geführt.
Lukas Locher führte uns mit tollen Geschichten und viel Herzblut durch seinen Betrieb. Seit vier Generationen wird hier auf mittlerweile 40 Hektar Hopfen angebaut. Das konnten wir auf der kontrastreichen Reise mit integrierter Verkostung von 3 Bieren durch das Hopfenmuseum vom Beginn des Hopfenanbaus bis zum modernen Hopfenjahr erleben und auch bereits beim Rundgang verkosten.
Auf dem Hopfensteg konnten wir aus 6 Meter Höhe dem Hopfen beim Wachsen zusehen und die riesige Pflückmaschine Wolf WSZ550 begeisterte alle technikverliebten Teilnehmer.
Beim anschließenden Wurstsalatbuffet im Ladencafé im 1. Obergeschoss mit Außenterrasse überzeugten wir uns intensiv von den unterschiedlichen Geschmäckern der verschiedenen Hopfensorten mit den in der eigenen Brauerei produzierten leckeren Bieren.
Am Sonntag den 25.05. sammelte uns Werner wieder pünktlich ein und um 10:00 Uhr machten wir uns auf die nicht ganz staufreie Rückfahrt.
Bei einem Zwischenstopp im Brauereigasthof Roter Ochsen in Ellwangen mit Mittagessen begrüßte uns Alexander Veit, Geschäftsführer der Rotochsen-Brauerei und erläuterte uns die Geschichte des Roten Ochsen, ein traditionsreicher, gemütlicher Brauereigasthof mit Hotel im Zentrum von Ellwangen, einer alten fürstbischöflichen Residenzstadt. Zwei spitze Giebel kennzeichnen das 1542 gegründete Familienunternehmen. Die damalige “Rotochsen-Taverne” entwickelte sich zur Hofbierschenke, später zur königlichen Posthalterei. 1680 erhält der Hofbierschenk dann offiziell das Braurecht.
Im Jahr 1960 wird am Stadtrand die Brauerei neu erbaut und es erfolgt ein grundlegender Umbau des Roten Ochsens, der 1968 vollendet wird. Aus der Gaststätte ist ein Hotelgasthof mit stilvoll eingerichteten Zimmern und originellen Gasträumen entstanden, der allen Ansprüchen gerecht wird. Eine Brauerei, ein einladender Gasthof und ein Hotel gemeinsam in familiärer Hand.
Beim anschließenden Verdauungsspaziergang mit Stadtführung ging unsere kompetente Gästeführerin auch auf die anstehend Landesgartenschau 2026 ein und zeigte uns die schönsten Plätze der Stadt und ihre Geschichte.
Gegen 18:00 Uhr erreichten wir alle wohlbehalten Sinsheim und machten uns mit vielen neuen Eindrücken und tollen Erinnerungen auf den Weg nach Hause.
Die Studienfahrt ist wieder der Beweis, dass unsere Zunft einen großen Zusammenhalt und eine großzügige Gastfreundschaft pflegt, die sicher nur schwer zu überbieten ist.
Vielen Dank an alle Kollegen die diese Studienfahrt möglich gemacht haben und bierige Grüße an alle!
Olaf Reiß
veröffentlicht: 15.07.2025
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